Demokratie gibt es schon lange nicht mehr
Wer immer noch glaubt, dass Demokratie (Herrschaft des Volkes) die beste "Staatsform" ist und Gesellschaften im Westen in diesem Sinne regiert werden, wird in der Realität immer deutlicher eines Besseren belehrt.
Es wird "Demokratie" genannt, ist aber weiter ein System mit Regeln, Führung und vor allem einer legislativ sanktionierten institutionellen Gewalt einer kleinen Gruppe gegen die Mehrheit. Heisst, ein System mit dem 'Recht' zu herrschen. Das lässt den Schluss zu, dass wirkliche Demokratie in einem grossen gesellschaftlichen Ganzen nicht möglich ist. In kleineren Einheiten, in Vereinen, mag Demokratie, also demokratische Konsensfindung ohne Herrschaft und "Gewaltausübung" möglich sein, vielleicht noch auf Gemeindeebene. Darüber hinaus ist das Ergebnis immer Zwang gegen die Überstimmten. Kollektivismus beinhaltet umso mehr Unterdrückung, je größer die Einheit ist. Staat und Demokratie im ursprünglichen Sinne schließen somit einander aus.
Deutschland ist, wie die meisten anderen Staaten auch, eine Republik. Bei genauerer Betrachtung eine durchaus perfide Form der Herrschaft, da die Regierenden nicht haftbar gemacht werden können.
Ein Staat tendiert immer zu Expansion und Zentralisierung. Regenten (Politiker) bauen ihre Befugnisse des Machterhaltes wegen aus, die Gesetze werden immer mehr und immer restriktiver. Irgendwann ist das überdehnt und dann kommt der Zusammenbruch, meist in Verbindung mit Krieg oder es kommt zu einer orwellschen Dystopie.
Es gibt reichlich Konzepte, wie eine Gesellschaft mit wenig oder ohne Staat, mehr als eine Art Vertragsrechtsgesellschaft aussehen könnte. Doch leider ist Herrschaft nachgefragt und solange die Massen sich noch mit einem immer übergriffigeren Staat identifizieren (siehe auch Stockholm-Syndrom) und nicht die im Kern antidemokratische bis totalitär angelegte Natur des Staates erkennen und ihre eigene Verantwortung für ihr Leben annehmen, wird das auch so bleiben.