Der Staat - ein immer gieriger werdender Raubritter?

Mit markigen Worten, "Künftig kein Pardon mehr bei Steuerkriminalität", zeigt der Staat, dass er jede Einnahmequelle rigoros nutzen will. Und das, obwohl Steuern kein "Geburtsrecht" des Staates sind, nicht ohne Grund oft als "Raub" bezeichnet werden und in Deutschland mit die höchste Steuerbelastung weltweit gegeben ist. Hinzu kommt noch eine immense Abgabenlast. Zudem: Bereits im letzten Jahr waren die Steuereinnahmen in Deutschland so hoch wie nie zuvor. Die Gier des Staates scheint aber grenzenlos. Auch wenn jetzt betont wird bzw. Sand in die Augen gestreut wird mit der Betonung "Steuergerechtigkeit", dass man ja "nur" grosse Steuersünder im Fokus hat - die Erfahrung mit Regierungen zeigt, dass bald auch jeder noch so kleine Bürger im Fokus steht und die Steuerschraube weiter angezogen wird (dazu gehören auch Steuererhöhungen).

Daher ist es erste Bürgerpflicht, dass eigene Geld zusammenzuhalten und vor einem zu gierigen Staat zu schützen. Eine Steuererklärung z. B. nur halbherzig auszufüllen und nicht alle Möglichkeiten des Steuersparens zu nutzen, ist dabei mehr als fahrlässig. Devise: "Mein Verdienst - mein Geld. Kein Cent zuviel an den Staat."

Und wenn nicht im selben Maße wie die Steuerhinterziehung die Steuerverschwendung seitens des Staates, der Länder, der Kommunen, ebenfalls als Verbrechen eingestuft wird, sind Worte wie "kein Pardon für Steuerhinterzieher" reine Makulatur und eine Phrase, die zeigt, dass es dem Staat gar nicht um Steuergerechtigkeit geht. Denn dazu gehört auch ein sinnvoller, gezielter und nicht verschwenderischer Einsatz der Steuergelder.

Steuerverschwendung und Steuerhinterziehung gehören gleichermaßen zur Finanzkriminalität. Wer aber nur das eine rigoros verfolgt, ist ein Täuscher und meint es in höchstem Maße unehrlich.