Sollen Rentner zum neuen "Hass-Objekt" der Gesellschaft geframt werden?
"Rentner leben auf Kosten der Allgemeinheit". "Rente an die steigende Lebenserwartung koppeln."
Sollen Rentner zum neuen "Bashing-Objekt" gekürt, als "Schmarotzer" gelabelt werden? Soll die Lebensphase "Rentenzeit" als "Faulenzerzeit... als unsolidarisch... als egoistisch... als überflüssig" der Gesellschaft verkauft werden, ganz nach dem Motto: "Nur Arbeit macht Sinn... der Mensch ist geboren, bis zu seinem Lebensende zu arbeiten... nur ein arbeitender Mensch ist ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft"? Soll das der (neue) Sinn des Lebens werden: Lebenswelt ist gleich Arbeitswelt? Oder wie manche mittlerweile kalt lächelnd und unempathisch meinen: "Wir haben eine überalternde Gesellschaft, da können wir uns die Rente nicht leisten, daher kann die Rente weg..."?
Unfassbar, wie peu a peu ein Keil in die Gesellschaft getrieben, eine unnötige Neiddebatte konstruiert und eine ganze Generation (Rentner) entwertet wird.
Und das alles auf Basis der zunehmenden Hysterie, Arbeitskräfte möglichst lange im Arbeitsleben zu halten und das Fachkräfteproblem auf Kosten der Rente zu lösen. Dazu noch vor dem Hintergrund, dass ein Gesellschaftsklima geschaffen wurde bzw. wird, indem es immer weniger attraktiv ist, Kinder auf die Welt zu setzen - die aktuellen Überlegungen "Abschaffung des Ehegattensplittings / Verringerung der Teilzeitquote" werden das Modell "Familie" noch unattraktiver machen und dazu beitragen, dass noch weniger Kinder geboren werden. Und das alles kombiniert mit dummen, beleidigenden, bis hin zu z. T. gelogenen Aussagen. Auch von einer Ministerin.
Erste Lüge der Ministerin:
"Rentner leben auf Kosten der Allgemeinheit". Falsch. Mit ihren Rentenbeiträge haben Rentner während ihres Arbeitslebens a) ihre Vorrentner finanziert und b) hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass Rentenanwartschaften, die auf eigenen Rentenbeiträgen beruhen, unter den Schutz der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes fallen (Art. 14 GG). Also, Frau #Reiche, nix mit "leben auf Kosten der Allgemeinheit", was im übrigen mehr als eine respektlose Aussage, eine dreiste Unverschämtheit ist.
Behauptung "steigende Lebenserwartung": Dieses Narrativ wird gebetsmühlenhaft wiederholt. Als wäre das ein Naturgesetz. Als gäbe es da einen Automatismus, einen dauerhaften linearen Anstieg. Und diese Behauptung wird so gut wie nie hinterfragt. Tatsächlich ist ein "Steigen der Lebenserwartung" eben kein Automatismus. Die Lebenserwartung kann sogar stagnieren, nur noch langsam steigen oder auch fallen. Letzteres der Fall in Deutschland, wo die #Lebenserwartung nur sehr langsam steigt, bzw. seit der Corona-P(l)andemie ist die Lebenserwartung sogar gesunken.
Das eine Rentenreform notwendig ist, steht ausser Frage. Dass dies aber nur auf Kosten der Rentner passieren soll - länger arbeiten / später in Rente, kürzere Rentenbezugsdauer - darf nicht die zentrale Frage und gleichzeitig Antwort sein.
Dass die Absicherung der älteren Generation auf sich verändernde Lebensrealitäten trifft, steht ausser Frage
In der Tat hat sich die Rentenbezugsdauer seit den 50er-Jahren mehr als verdoppelt. Damals konnten sich sechs Einzahler einen Rentner teilen, heute aber nur noch zwei (Tendenz sinkend). Wir haben aber nicht mehr 1950 oder wollen wir wieder dahin zurück? Dass das reine Umlagesystem nicht mehr ausreicht, ist nachvollziehbar. Eine kapitalgedeckte Rente, mindestens als Ergänzung, wäre eine gute Lösung. Und das die Rentenkasse nicht mehr für versicherungsfremde Leistungen missbraucht wird, ein weiterer grosser Schritt.
Wenn aber die Lösung des von der Politik lange verschlafenen Rentenproblems darin bestehen soll, die Rentnergenerationen zu diskreditieren und die Rentenzeit madig zu machen, dann darf sich die Politik nicht wundern, wenn ihr immer mehr Bürger den Mittelfinger zeigen oder sogar Deutschland ganz den Rücken kehren.
Sollen Rentner zum neuen "Bashing-Objekt" gekürt, als "Schmarotzer" gelabelt werden? Soll die Lebensphase "Rentenzeit" als "Faulenzerzeit... als unsolidarisch... als egoistisch... als überflüssig" der Gesellschaft verkauft werden, ganz nach dem Motto: "Nur Arbeit macht Sinn... der Mensch ist geboren, bis zu seinem Lebensende zu arbeiten... nur ein arbeitender Mensch ist ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft"? Soll das der (neue) Sinn des Lebens werden: Lebenswelt ist gleich Arbeitswelt? Oder wie manche mittlerweile kalt lächelnd und unempathisch meinen: "Wir haben eine überalternde Gesellschaft, da können wir uns die Rente nicht leisten, daher kann die Rente weg..."?
Unfassbar, wie peu a peu ein Keil in die Gesellschaft getrieben, eine unnötige Neiddebatte konstruiert und eine ganze Generation (Rentner) entwertet wird.
Und das alles auf Basis der zunehmenden Hysterie, Arbeitskräfte möglichst lange im Arbeitsleben zu halten und das Fachkräfteproblem auf Kosten der Rente zu lösen. Dazu noch vor dem Hintergrund, dass ein Gesellschaftsklima geschaffen wurde bzw. wird, indem es immer weniger attraktiv ist, Kinder auf die Welt zu setzen - die aktuellen Überlegungen "Abschaffung des Ehegattensplittings / Verringerung der Teilzeitquote" werden das Modell "Familie" noch unattraktiver machen und dazu beitragen, dass noch weniger Kinder geboren werden. Und das alles kombiniert mit dummen, beleidigenden, bis hin zu z. T. gelogenen Aussagen. Auch von einer Ministerin.
Erste Lüge der Ministerin:
"Rentner leben auf Kosten der Allgemeinheit". Falsch. Mit ihren Rentenbeiträge haben Rentner während ihres Arbeitslebens a) ihre Vorrentner finanziert und b) hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass Rentenanwartschaften, die auf eigenen Rentenbeiträgen beruhen, unter den Schutz der Eigentumsgarantie des Grundgesetzes fallen (Art. 14 GG). Also, Frau #Reiche, nix mit "leben auf Kosten der Allgemeinheit", was im übrigen mehr als eine respektlose Aussage, eine dreiste Unverschämtheit ist.
Behauptung "steigende Lebenserwartung": Dieses Narrativ wird gebetsmühlenhaft wiederholt. Als wäre das ein Naturgesetz. Als gäbe es da einen Automatismus, einen dauerhaften linearen Anstieg. Und diese Behauptung wird so gut wie nie hinterfragt. Tatsächlich ist ein "Steigen der Lebenserwartung" eben kein Automatismus. Die Lebenserwartung kann sogar stagnieren, nur noch langsam steigen oder auch fallen. Letzteres der Fall in Deutschland, wo die #Lebenserwartung nur sehr langsam steigt, bzw. seit der Corona-P(l)andemie ist die Lebenserwartung sogar gesunken.
Das eine Rentenreform notwendig ist, steht ausser Frage. Dass dies aber nur auf Kosten der Rentner passieren soll - länger arbeiten / später in Rente, kürzere Rentenbezugsdauer - darf nicht die zentrale Frage und gleichzeitig Antwort sein.
Dass die Absicherung der älteren Generation auf sich verändernde Lebensrealitäten trifft, steht ausser Frage
In der Tat hat sich die Rentenbezugsdauer seit den 50er-Jahren mehr als verdoppelt. Damals konnten sich sechs Einzahler einen Rentner teilen, heute aber nur noch zwei (Tendenz sinkend). Wir haben aber nicht mehr 1950 oder wollen wir wieder dahin zurück? Dass das reine Umlagesystem nicht mehr ausreicht, ist nachvollziehbar. Eine kapitalgedeckte Rente, mindestens als Ergänzung, wäre eine gute Lösung. Und das die Rentenkasse nicht mehr für versicherungsfremde Leistungen missbraucht wird, ein weiterer grosser Schritt.
Wenn aber die Lösung des von der Politik lange verschlafenen Rentenproblems darin bestehen soll, die Rentnergenerationen zu diskreditieren und die Rentenzeit madig zu machen, dann darf sich die Politik nicht wundern, wenn ihr immer mehr Bürger den Mittelfinger zeigen oder sogar Deutschland ganz den Rücken kehren.